Datenerfassung – Cookies, Tracking-Tool und Social Media

Wenn Besucher Ihre Website aufrufen, werden automatisch bestimmte Daten erfasst, z. B. IP-Adresse, Betriebssystem, Browsertyp oder Zugriffsrechte. Diese sogenannten Log-Daten können bis zu 6 Monate gespeichert werden, zum Beispiel zur Analyse von Sicherheitsvorfällen.

Zusätzlich speichert Ihre Website Informationen, wenn Sie Funktionen wie Kontaktformulare, Social-Media-Buttons oder Tracking-Tools wie Google Analytics einsetzen. Besucher müssen über diese Datenerfassung informiert werden.

Cookies

Viele Websites nutzen Cookies, um Inhalte zu personalisieren oder Zugriffszahlen zu erfassen. Cookies sind kleine Textdateien, die auf dem Computer der Nutzer gespeichert werden. Einige werden nach der Sitzung gelöscht, andere ermöglichen, die Website beim nächsten Besuch wiederzuerkennen. Schon Buttons für soziale Netzwerke oder Analyse-Tools setzen Cookies ein.

Seit 2015 besteht die Pflicht, Website-Besucher über die Nutzung von Cookies zu informieren. Deshalb sehen Sie heute auf den meisten Websites entsprechende Hinweise, die per Klick geschlossen werden können.

Beispiele von Mustererklärungen

Google Analytics
Google Analytics ist ein Webanalysedienst von Google LLC (USA), den ich auf meiner Website einsetze, um anonymisierte Nutzungsinformationen zu analysieren. Diese Daten helfen mir, die Website zu optimieren. Dabei wird ein Cookie gesetzt, und die Informationen werden an Google gesendet. Sie können die Erfassung Ihrer Daten und Ihrer IP-Adresse verhindern, indem Sie das entsprechende Browser-Plugin installieren.

YouTube
Wenn Sie eine Seite mit einem eingebetteten YouTube-Video aufrufen, wird eine Verbindung zu den Servern von YouTube hergestellt. Dabei kann YouTube sehen, welche Seite von welcher IP-Adresse besucht wurde. YouTube gehört zu Google, daher erfolgt die Datenschutzeinstellung über Ihr Google-Konto.

Sie können natürlich auch auf Google-Dienste verzichten. In jedem Fall müssen Besucher informiert werden, wenn Cookies verwendet werden.

Rechtliche Hinweise

Schon vor 2000 Jahren gaben Regeln Halt – heute schaffen sie im digitalen Raum Vertrauen.

Das Impressum – Pflicht in der Schweiz

Wenn Sie Dienstleistungen oder Produkte über Ihre Website anbieten, müssen Sie die Kennzeichnungspflicht des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) beachten. Persönliche Websites, zum Beispiel Blogs, sind davon ausgenommen. Auch für Hobby-Websites lohnt ein Impressum, da es das Vertrauen Ihrer Besucher stärkt.

Folgende Angaben sollten mindestens enthalten sein:

  • Name Ihres Unternehmens, Ihrer Praxis oder Ihres Vereins
  • Vor- und Nachname der verantwortlichen Person
  • Vollständige Postadresse (kein Postfach)
  • E-Mail-Adresse

Für geschäftliche Websites gelten zusätzliche Bestimmungen nach dem UWG. Das Impressum muss nicht zwingend eine eigene Seite sein, sollte aber gut auffindbar sein – zum Beispiel in der Fusszeile oder auf der Kontaktseite.

Urheberrecht & Copyright – Schutz für Ihre Inhalte

In der Schweiz sind Ihre Website und deren Inhalte automatisch durch das Urheberrecht (Art. 2 URG) geschützt. Ein ©-Hinweis ist nicht verpflichtend, kann aber nützlich sein, um Besucher darauf aufmerksam zu machen.

Schützenswerte Inhalte sind geistige Schöpfungen wie Texte, Bilder, Grafiken oder Videos, die von einer natürlichen Person erstellt wurden. Arbeiten mehrere Personen an einem Werk, entsteht eine Miturheberschaft.

Wenn Sie Inhalte Dritter nutzen möchten, klären Sie unbedingt die Nutzungsrechte, um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.

AGB – Allgemeine Geschäftsbedingungen für Ihren Online-Vertrag

Die erste Frage lautet oft: «Soll das Angebot verbindlich oder unverbindlich sein?» In den meisten Fällen wird es unverbindlich angeboten. Wenn Sie Verträge über das Internet abschliessen, sollten Sie die Risiken möglichst klein halten – diese Vorkehrungen lassen sich schon bei der Planung Ihrer Website berücksichtigen.

Allgemeine Regelungen zum Verkaufsprozess werden in den AGB festgehalten. Wichtig: Der Kunde muss ausdrücklich auf die AGB hingewiesen werden und die Möglichkeit haben, sie einzusehen. Die Formulierungen sollten klar und verständlich sein.

Mögliche Inhalte der AGB:

  • Zustandekommen des Vertrages: Der Vertrag kommt zustande, sobald Angebot und Annahme übereinstimmen.
  • Räumliche Geltung: Prüfen Sie, in welche Länder oder Regionen Ihr Angebot gilt.
  • Zahlung & Lieferung: Preis, Währung, Lieferfristen und Versandbedingungen sollten klar definiert sein.
  • Urheberrecht & Lizenzen: Beachten Sie, dass Ihr Material in verschiedenen Ländern unterschiedlich geschützt ist.
  • Haftung: Regeln Sie die Verantwortlichkeiten, z. B. bei Beschädigungen während des Versands.
  • Anwendbares Recht & Gerichtsstand: Bei grenzüberschreitenden Verträgen ist festzulegen, welches Recht gilt und welches Gericht zuständig ist.

Weitere Details finden Sie auf dem KMU-Portal des Bundes.

Disclaimer – Haftung für Links

Auf vielen Websites finden Sie im Impressum den Hinweis, dass der Betreiber keine Verantwortung für Inhalte externer Links übernimmt. Das bedeutet: Wenn Sie auf andere Seiten verlinken, tragen Sie grundsätzlich selbst die Verantwortung für diese Empfehlung.
Eine kontinuierliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist nicht erforderlich. Sobald Ihnen jedoch auffällt, dass ein Link problematisch ist, sollten Sie ihn entfernen. Praktisch ist es, auf Ihrer Datenschutz- oder Impressumsseite zu vermerken, wann die Links zuletzt geprüft oder hinzugefügt wurden.

Beispiel für eine Formulierung:
Für Inhalte externer Links übernehmen wir keine Haftung. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung geprüft. Sollten uns rechtswidrige Inhalte bekannt werden, werden die Links entfernt.

EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Die DSGVO gilt für Schweizer Unternehmen, wenn personenbezogene Daten von Personen in der EU verarbeitet werden, z. B. für Angebote oder Analyse von Nutzerverhalten. Prüfen Sie, ob Ihre Website betroffen ist, und ziehen Sie ggf. professionelle Beratung hinzu.

Weitere Informationen finden Sie auf dem KMU Portal des Bundes. Diese Informationen helfen Ihnen dabei, erste Anhaltspunkte für Ihre eigene Situation zu finden. Da rechtliche Anforderungen oft individuell sind, lohnt es sich, bei Unsicherheiten eine fachliche Prüfung vorzunehmen.

Zusammenfassung der wichtigsten Grundregeln

  • Cookies & Tracking: Besucher über Nutzung und Speicherung informieren.
  • Impressum: Pflichtangaben deutlich sichtbar platzieren.
  • Urheberrechte: Eigene Werke schützen, Rechte Dritter respektieren.
  • AGB: Optional, reduzieren rechtliche Risiken.
  • Haftung & Disclaimer: Klare Hinweise, z. B. zu externen Links.
  • DSGVO: Prüfen, ob Ihre Website betroffen ist, und ggf. Massnahmen ergreifen.

Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen als Orientierung und ersetzen keine professionelle Rechtsberatung. Ich gebe mein Bestes, um Hilfestellung zu bieten, kann aber keine Haftung für Vollständigkeit oder Richtigkeit übernehmen.